Unsere Tour führt uns direkt zu Anfang in den malerischen Auenbereich der wilden Wurm. Das Wasser rauscht, immer wieder unterbrochen durch kleine Stromschnellen. Aus den Auenwäldern lugen Tümpel hervor, morsche Bäume und Uferböschungen sind ein Eldorado für Biber, Eisvogel und Co. Während umgefallene und angeknabberte Bäume die Arbeit der Biber allgegenwärtig machen, erzählt der Eisvogel „Kiri“ auf 13 Informationstafeln Interessantes über die Natur und Kulturgeschichte der Region.
An einem Jahrhunderte alten Wurmübergang überqueren wir eine Brücke, die Anna Nöhlen gewidmet ist, einer Frau aus dem nahegelegenen aufgrund von Bergbauschäden vergangenen Örtchen Nivelstein. Sie verhalf während der Nazizeit Juden aus dem nahe gelegenen Dorf Wildnis zur Flucht über die Grenze. 1939 wurde sie verraten, verhaftet und 1942 ermordet. Zur Erinnerung trägt die Brücke heute ihren Namen.
Vorbei am Örtchen Worm durchwandern wir das Naturschutzgebiet Worm-Wildnis, das sich auf einer ehemaligen Sandabgrabung entwickelt hat. Nun geht es oberhalb der Wurm parallel zur Eisenbahn einen malerischen Talhang weiter zurück zum Ausgangspunkt.
Der grenzüberschreitende WasserWeg Wurm zwischen Herzogenrath (D) und Kerkrade (NL) ist im Rahmen des Projektes WasserWege der Natur-Freunde NRW durch die NaturFreunde Herzogenrath-Merkstein erarbeitet worden.