Grenze im Museum


  • Zollmuseum Friedrichs − Aachen-Horbach 

    Das Zollmuseum Friedrichs präsentiert sich als lebendiges Zentrum zur Erinnerung an die Grenzgeschichte und Grenzgeschichten. Hier wird neben historischen Hintergründen auch viel Anschauliches gezeigt. Dazu zählen Dokumente der so genannten „sündigen Grenze“ in den 1950er Jahren, als sich Zöllner und Schmuggler in der Region abenteuerliche Verfolgungsjagden lieferten. Zu sehen sind geschmuggelte und beschlagnahmte Souvenirs sowie Zeugnisse der Markenpiraterie, aber auch Uniformen, ein Zimmer mit Originalmöbeln, eine Schwarzbrennerei, eine Schusterwerkstatt im Keller und ein Miniaturmodell des Zollübergangs Aachen-Lichtenbusch.

    Öffnungszeiten:
    Das Zollmuseum ist ausschließlich im Rahmen von Führungen zugänglich
    Führungen für Einzelpersonen und Familien
    jeden 1. Sonntag im Monat 11:00 Uhr, jeden 3. Sonntag 14:30 Uhr

    Eintritt: 
    Einzelpersonen, Familien: kostenfrei
    Gruppenführungen (+/- 15 Personen), nach telefonischer Terminvereinbarung, Dauer: 90 Minuten: 105,00 €
    Schulführungen auf Anfrage: 67,50 € 

    Adresse:
    Zollmuseum Friedrichs 
    Horbacher Straße 497
    DE-52072 Aachen-Horbach
    Tel.: +49 241 432 49 98
    E-Mail: museumsdienst@mail.aachen.de
    www.zollmuseum-friedrichs.de

  • Museum Vieille Montagne − Kelmis

    Das Museum Vieille Montagne (Altenberg) präsentiert seit 2018 die faszinierende Geschichte von Neutral-Moresnet. Das Museum liegt nur 5 Minuten vom Casinoweiher entfernt und leicht zu Fuß zu erreichen. Im denkmalgeschützten Direktionsgebäude der Vieille Montagne erleben Sie die faszinierende Geschichte eines kleinen Gebiets, das wegen seiner Bodenschätze heiß begehrt war: Neutral Moresnet - ein vergessener „Zwergstaat“ und „Niemandsland“ zwischen Belgien, Deutschland und den Niederlanden. Entdecken Sie den Rohstoff Zink, das Plastik des 19. Jahrhunderts, den Bergbau (3.1.5) und die faszinierende Mineralienwelt. Was hat Kelmis mit Napoleons Badewanne zu tun? Warum war das Dreiländereck eigentlich mal ein Vierländereck? Die Antworten auf diese Fragen und weitere spannenden Geschichten finden Sie im Museum Vieille Montagne - Entdecken Sie das Museum und lernen Lokalgeschichte(n) am authentischen Ort kennen.

    Museum Vieille Montagne entdecken:


    Öffnungszeiten:
    Di–Fr 10:00–17:00 Uhr
    Samstag und Sonntag: 11:30–17:00 Uhr
    Eintrittspreise und weitere Informationen:

    Adresse:
    Museum Vieille Montagne
    Lütticher Straße 278
    BE-4720 Kelmis
    Tel.: +32 87 65 75 04
    E-Mail: mvm@kelmis.be
    www.mvm-kelmis.be 

  • Töpfereimuseum − Raeren

    Die älteste Burganlage Raerens, entstanden im 14. Jahrhundert, beherbergt heute ein überregional bekanntes Töpfereimuseum.

    1963 kaufte die Gemeinde das Hauptgebäude und eröffnete hier, am Zusammenfluss von Iter und Periolbach, ein Museum mit einer vielfältigen Sammlung. Schon bald nach ihrer Eröffnung sorgte die Einrichtung in der Fachwelt für Furore, präsentierte sie doch erstmals einen kompletten Überblick über die Geschichte des berühmten Raerener Steinzeugs, das seit 2007 auf der Liste des Europäischen Kulturerbes steht. 

    Geboten werden auch Führungen zu verschiedenen Themenbereichen, Literatur zur Raerener Keramik und zu touristischen Besonderheiten der Region sowie ein umfangreiches Archiv und eine gut bestückte Präsenzbibliothek für Fachbesucher.

    Jeweils am zweiten Septemberwochenende findet hier der international renommierte EUREGIO-Keramikmarkt statt.

    Töpfereimuseum entdecken:


    Öffnungszeiten:
    Mo Ruhetag
    Di–So 10:00–17:00 Uhr

    Eintritt:
    Erwachsene: 5,00 € 
    Jugendliche (bis 18 Jahre), Senioren und Gruppen (mind. 10 Personen): 3,00 € 
    Kinder (bis 12 Jahre) und Einwohner der Großgemeinde Raeren: kostenlos 
    Familienkarte (2 Erwachsene + 2 Jugendliche): 12,00 € 
    Führung (max. 25 Personen/Gruppe): 50,00 € 
    Sonderprogramme: auf Anfrage 

    Adresse:
    Töpfereimuseum Raeren
    Burgstraße 103
    BE–4730 Raeren
    Tel. +32 87 850903
    E-Mail: info@toepfereimuseum.org
    www.toepfereimuseum.org

  • Maison du Site Minier & Site Minier − Plombières 

    Flanieren Sie durch diesen außergewöhnlichen Ort. Schwermetalle im Boden – unter anderem Zink (3.1.5) – haben zur Entwicklung eines Naturschutzgebietes mit einer ganz besonderen Fauna und Flora beigetragen. Das Gelände war Teil der ehemaligen Mine, die von der Hälfte des 14.Jahrhunderts bis 1922 in Betrieb war.

    Zwei ausgeschilderte Wanderwege laden zur Entdeckung der Örtlichkeiten und der Geschichte ein. Mit den RAVeL Routen 38 und 39, dem Grenzrouten-Netz und dem Göhltal ist das Gelände an weitere attraktive Wandermöglichkeiten angeschlossen. 

    Nehmen Sie sich Zeit, das alte Bergbauhaus - Maison du Site Minier - aus dem Jahre 1645 zu erkunden. Hier befindet sich ein Museum, das die Geschichte von Plombières und seinem Naturschutzgebiet erzählt, sowie die Touristinformation.

    Maison du Site Minier & Site Minier entdecken:


    Öffnungszeiten: 
    Ende September – Ende April: Mo, Di, Mi, Sa, So 10:00–16:00 Uhr / Do, Fr 12:00–16:00 Uhr
    Ende April – Ende September: Mo, Di, Mi, Sa, So 11:00–17:00 Uhr / Do, Fr 13:00–17:00 Uhr

    Eintritt: gratis

    Führungen: auf Anfrage

    Adresse: 
    Bergbauhaus – Maison du Site Minier
    Rue du Chemin de Fer, 25
    BE-4850 Plombières
    Tel. +32 87 35 53 77
    E-Mail: tourisme@plombieres.be

    Tourist-Information – Office du Tourisme de la Commune de Plombières
    Tel. +32 87 78 50 33
    E-Mail: officetourisme@plombieres.be

  • Zollhäuschen "Kleng Wach" − Vaals

    Das ehemalige Zollhäuschen „Kleng Wach“ von 1890 kann auf eine ereignisreiche Geschichte zurückblicken. Während des Ersten Weltkriegs riegelte die niederländische Regierung den Grenzübergang mit Stacheldraht hermetisch ab. Eine kurze Phase der Öffnung folgte Anfang der 1920er Jahre und ermöglichte den Nachbarn aus dem deutschen Vaalserquartier, täglich für einige Stunden in Vaals einzukaufen.

    Gegen Ende der 1930er Jahre wird der Grenzübergang erneut geschlossen – diesmal mit Eisenpfosten und auf Anordnung der deutschen Behörden. Mit dem deutschen Einmarsch am 10. Mai 1940 ist die Stacheldrahtbarriere beweglich, um Truppenbewegungen in Richtung Belgien zu erleichtern.

    Nach dem Krieg übernimmt das niederländische Militär mit Urlaubsgängern und die Zollbehörde die Grenzkontrolle. Seit dieser Zeit wird das Zollhäuschen lokale „Klèng Wach“ (kleines Wachhaus) genannt. Im Jahr 1951 erfolgt zum dritten Mal eine vollständige Schließung des Übergangs. Dieses Mal mit einem Eisen­tor, das lokale Bevölkerung „Iesere Jardieng“ (Eiserner Vorhang) tauft.

    Ende 1959 wird die Engstelle für einige Stunden pro Woche geöffnet. Bewohner des Vaalserquartiers strömen massenhaft zum Einkaufen über die Grenze nach Vaals und verzollen ihre Waren in einem Holzschuppen auf deutscher Seite. Ende der 1970er Jahre ersetzen Betonpfosten den „Eisernen Vorhang“. Mit dem Schengen-Abkommen verschwinden Kontrollen und Barrieren – die Kleng Wach verfällt.

    1993 kauft die Gemeinde Vaals das Zollhäuschen und vermietet es an den örtlichen Geschichtsverein „Heemkundekring Sankt Tolbert“, der sich um das historischen Denkmal kümmert und dort das kleinste Museum der Niederlande einrichtet. Die „Kleng Wach“, mit interessanten Fotografien und Karten, ist gelegentlich im Rahmen von Führungen zugänglich.

    Kleng Wach entdecken:


    Öffnungszeiten:
    Besichtigung im Rahmen von Führungen

    Adresse:
    Zollhäuschen „Kleng Wach“ Vaals
    Akenerstraat 2
    NL-6291 BB Vaals
    E-Mail: info@sankttolbertvaals.nl
    www.santtolbertvaals.nl